19.02.2019 – Bericht zum ersten Brauchtumsabend

Altdorf  –   Martin Oswald – Herzlichen Dank Martin für den tollen Bericht!

Die „Sendewelle“ Altdorf gab der Bühne der Münchgrundhalle auf ihre alten Tage beim Brauchtumsabend einen könglichen Glanz. Auf den imaginären Brettern des „Royal Palace“ begeisterten die  150 Bühnenkünstler ihr Publikum mit einem vierstündigen Show- und Unterhaltungsprogramm. Einfallsreiche Tanzchoreografien und tolle Kostüme wechselten sich mit witzigen aber auch scharfzüngigen Wortbeiträgen ab. Es gab viele Szenen zum Schmunzeln und zum Lachen. Charmant und unterhaltsam führte das  Moderatoren-Duo Matt-hias Lehmann und Michael Andlauer durch das Programm. Musikalisch waren das Publikum und die Akteure bei den „Schwarzwaldmusikanen“ unter der Leitung von Wolfgang Spengler gut aufgehoben. Im Rahmen des Programms wurden Christian Hiller (Silberorden) und Thomas Weber (Goldorden) von den beiden Vogteioberen Gunther Seckinger und Bernhard Schwarz vom Verband Oberrheinischer Narrenzünfte geehrt.

Der erste Vorhang gehörte dem vielköpfigen Narrensamen der Zunft. In Anlehnung an „Schneewittchen“ nahmen sich Altdorfs Dorfkinder zweier verstoßener Stadtkinder an. Diese überstanden  den tückischen Anschlag ihres eifersüchtigen Stiefvaters mit vergifteten Mc Nuggets und bekamen dauerhafte Herberge in der zunächst fremden und dann liebgewordenen Dorfgemeinschaft.

Scharfzüngig nahm sich beim Variete der Politik  Dr.Klaus Märker der Oberen der Politik zur Brust.  Zudem kommentierte er mit dem ihm eigenen Zungenschlag einige Jahrsaufreger aus der Welt des Sports (WM-Desaster von Jogis Jungs) und des Showbizz (Mediengerechte Trennung von Helene Fischer und ihrem Ex-Florian), aber auch der Lokalpolitik (Bürgermeisterwahl). Die Sendewelle-Bühne ist Jahr für Jahr Garant für faszinierende Tanzauftritte und wunderschöne Kostüme. Das Kinderballett  entführte in Barbies-World und hatten hierzu auch den Baisroler Ken (Timo Bisser) zu einem Gastauftritt überreden können. Das Medium und Teenie Ballett nahm die Gäste mit auf eine musikalische Zeitreise der Popmusik und das Sendewelleballett platzierte sein Tanzthema mit anmutigen, aber auch fetzigen  Choreografien in das benachbarte Frankreich mit der Metropole Paris.

Temperamentvoll war der Ritt durch die bunte Schlagerwelt der Bonsays Frank Pradel, Frank Moßmann und Achim Oswald. In Sekundenschnelle wurden Melodien, Kostüme und Tanzschritte gewechselt. Die Bonsays haben vorgesorgt. In der Schlusssequenz überließen sie ihrem Nachwuchs die Showbühne. Stets ist Hausmeister „Rrrrudi“ ein Garant für Lacher und Schenkelklopfer. Mit seinen Episoden aus dem wirklichen und unwirklichen Leben zog er die Gäste in den Bann. Ohne Zugabe durfte er nicht von der Bühne.

In Silkes Salon trafen sich die Wuchtbrummen Silke Winterer, Yvonne Fink und Annette Andlauer. Die „Drei“ feiern heuer das 10-jährige Bühnenjubiläum und erinnerten an die Anfänge ihrer Bühnenkarriere. Ein besonderer Blick galt aber auch dem abgelaufenen Jahr. Auswanderungs-willige Enten aus der Rohanstadt, die lokalen Hallen- und Verkehrsthemen, eine Expedition der Sendewelle-frauen in die Narrenmetropole Köln und vieles Mehr wurden durch die Narrenbrille persifliert. Die Wuchtbrummen haben auch nach einer Dekade nichts von ihrem Narrenesprit verloren.

Ein Höhepunkt des Abends war der Saloonauftritt der Dance Formers (12 Girls und 5 Cowboys) mit tänzerischen Interpretationen der Wild West-Szenerie. Die Ehemaligen aus dem Sendewelleballett haben nichts von ihrer klasse Bühnenpräsenz verloren und ließen zusammen mit ihren Jungs die Bretter des Saloons erzittern.

Die vorzüglichen Kontakte von Hausmeister „Rrrrudi“ zum städt-ischen Gymnasium bringen immer wieder einmal gymnasiales Personal auf die Bühne. Mit ihrem Einblick in gymnasiale Schulstunden in Anlehnung an die  „Feuerzangen-bowle“ bewies die Lehrerschaft, dass auch Pauker durchaus über eine gehörige Portion an Narrengeist verfügen.

„Männerschnupfen“ na und?  Was für den Mann eine körperliche Tragödie bedeutet, löst bei der Frau oftmals nur ein müdes Schulterzucken aus. Wundervoll wurden die Gefühls-welten beider Geschlechter angesichts dieser „lebensbedroh-lichen Erkrankung“ von den Narrenratsfrauen und Hästrägern in Tanzszenen und Schauspiel parodiert. Der Sender Baisroler Fern- und Rundfunk brachte in seinen Nachrichten Aktuelles aus der Altdorfer Dorfpolitik. Der klasse Auftritt des Narrenrates zu Lokalthemen wie Verkehr, Parken, Münchgrundhalle etc. gipfelte in Außenschaltungen in das pittoreske Dorfzentrum von Altdorf , aber auch in die Sitzungsrunde des Ortschaftsrates.

Den Sendewellegästen wurde ein sehr vergnüglicher Abend geboten. Für den kommenden Samstag, 23.2. ist die Wiederholung angesagt. Dann allerdings mit anderen Protagonisten auf der Waschzuberbank.

 

Text Fußwäschede

 

Zwei Persönlichkeiten der Altdorfer Sportwelt wurde das närrische Ritual der „Fußwäschede“ zuteil. Armin Bauer, langjähriger 2. Vorsitzender des FSV Altdorf und selbst ein Meister des großen (Fußball) und kleine (Tischtennis) Balls ist zudem ein verlässlicher Eckpfeiler der Altdorfer Vereinsgemeinschaft. Neben seiner jetzigen Tätigkeit für die Fußballjugend ist er seit Jahren einer der Vorderen bei der Organisation und Durchführung des Dorffestes. Bernhard Duffner ist ein Sportallrounder, der als Initiator dem Altdorfer Radwandertag über viele Jahre ein Gesicht gab. Darüber hinaus  hat auch er über Jahrzehnte der Dorfjugend als Oberturnwart des örtlichen Turnvereins Inspiration und das Können für den Turnsport gegeben. In die Annalen der Zunft muss man schauen um seine Karriere als Fastnachter zu erkunden. Sowohl auf der Bühne als Mitglied der legendären musikalischen „Schwobe-sepplefamilie“ aber auch auf der Straße als Boss der Hästräger hat er die Fastnacht in Altdorf mit geprägt. Matthias Lehmann beleuchtete beim Waschgang Internes aus dem  Leben der Beiden. Die Waschgesellen Jochen Henninger und Frank Pradel bürsteten und schrubbten was das Zeug hielt. Da die Beiden für die Fußattacken sehr empfänglich waren, mutierte die Zeremonie in und um den Waschzuber zu einem lustigen und nassen Intermezzo. Mit witzigen Versen, netten Geschenken und Gesang zu den Riffs des VHS-Gitarrendozenten Bernhard Duffner dankten die mit den „Wäschedeorden“ dekorierten Vereinsmenschen für die ihnen zuteil gewordenen Ehre.



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